Solartechnik / Solarthermie in München & Bayern - Neue Energie Solar

Solarthermie ist der Fachbegriff dafür, ungerichtete Sonnenenergie in gezielt abrufbare Wärmeenergie umzuwandeln. Das einfachste Beispiel für eine Solarthermie-Anlage ist das Gewächshaus. Seine Architektur und sein Aufbau sorgen für eine optimale Sonnenlichtausbeute und Wärmeversorgung, so dass die Pflanzen unter den Glasdächern besonders gut und geschützt gedeihen. Doch wenn man mehr als nur diese passive Nutzung der Sonnenkraft realisieren will, muss moderne Solarthermie-Technik zum Einsatz kommen.

 

Das Basisprinzip der Solartechnik gründet auf dem Umstand, dass sich große dunkle Oberflächen aufgrund ihrer reduzierten Lichtreflektionsfähigkeit unter Sonnenlichteinwirkung besonders schnell und nachhaltig erwärmen. Jeder, der schon einmal im Hochsommer einen schwarzen Wagen gefahren hat, kennt dieses Phänomen. Solartechnik macht im Grunde nichts anderes, als die sich unter großen schwarzen Flächen sehr schnell sammelnde Hitze effektiv aufzufangen und für einen späteren Gebrauch zu speichern.

 

Bei den gängigen Solaranlagen, die man auch als Solarkollektoren bezeichnen kann, unterscheidet man im Wesentlichen zwischen Flachkollektoren, Vakuumröhrenkollektoren und Parabolrinnenkollektoren.

 

Den Flachkollektor darf man sich bildlich als das schwarze Autodach aus dem obigen Beispiel denken. Die einfallenden Sonnenstrahlen heizen den Flachkollektor direkt auf, und die so entstehende Wärmeenergie wird von dem integrierten Wärmeträgermedium (Röhren mit einem Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch) absorbiert. Das aufgeheizte Gemisch gibt dann später in einem isolierten Austauschkreislauf auf Wunsch und Knopfdruck die Wärme wahlweise an Trinkwasser, Brauchwasser oder Raumluft ab. Vakuumröhrenkollektoren bedienen sich des gleichen physikalischen Prinzips, haben aber eine bessere Isolierungseffizienz. Das steigert zwar den Wirkungsgrad, aber auch den Anschaffungspreis.

 


Parabolrinnenkollektoren nutzen zusätzlich den Brennglaseffekt, um das einfallende Sonnenlicht stark gebündelt der Wärmeleitung zuzuführen. Da es dadurch beabsichtigt zu deutlich höheren Betriebstemperaturen kommt, müssen statt Frostschutzmittelgemischen visköse Öle als Wärmeträgermedium dienen.

 


Solartechnik ist
sowohl für private Haushalte als auch für Behörden eine attraktive Lösung, wenn ein umweltbewusster Umgang mit Wärmeenergie realisiert werden soll. Gerade im Bereich der Gebäudeheizung und -klimatisierung gewinnt Solarthermie zunehmend an Bedeutung. Denn zusammen mit einer hochwertigen Wärmedämmung und in Verbindung mit einer solarenergieorientierten Bauplanung kann sich dadurch der Bedarf an zusätzlicher Heiz-Energie selbst im sonnenarmen Mitteleuropa auf Null reduzieren lassen.